Die drei förderfähigen Kategorien nach FZulG (§ 2)

Nicht jedes Forschungs- oder Entwicklungsprojekt erfüllt automatisch die Voraussetzungen der Forschungszulage. Das Forschungszulagengesetz definiert drei förderfähige Kategorien:

  • Grundlagenforschung: experimentelle oder theoretische Arbeit zur Gewinnung neuer Erkenntnisse ohne unmittelbare kommerzielle Anwendung
  • Industrielle Forschung: planmäßige Untersuchung zur Gewinnung neuer Kenntnisse für neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen
  • Experimentelle Entwicklung: Erwerb, Kombination und Nutzung vorhandener Kenntnisse zur Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte oder Verfahren

IFECTIS unterstützt Unternehmen dabei, Vorhaben realistisch einzuordnen und Förderfähigkeit strukturiert zu prüfen – bevor Ressourcen in die Beantragung ungeeigneter Vorhaben investiert werden.

Förderfähigkeit prüfen: Welche Merkmale zählen?

Grundsätzlich förderfähig sind Vorhaben, die einer der drei gesetzlichen Kategorien zuzuordnen sind und folgende Merkmale aufweisen:

  • Technologische Neuheit oder Unsicherheit – das Ergebnis ist nicht vorhersehbar und es besteht das Risiko des Scheiterns
  • Klare Abgrenzung von Routineentwicklung und bereits bekannten Lösungsansätzen (Neuartigkeit)
  • Systematisches Vorgehen mit strukturiertem Forschungsansatz
  • Nachvollziehbare Projektstruktur und Dokumentation

Förderfähig sind sowohl eigenbetriebliche FuE als auch auftragsvergebene FuE – bei letzterer gelten besondere Regelungen für die Bemessungsgrundlage.

Typische Abgrenzungsprobleme in der Praxis

In der Praxis entstehen Abgrenzungsprobleme häufig bei Vorhaben, die zwar innovativ erscheinen, aber nicht alle förderrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Besondere Herausforderungen bestehen bei:

  • Softwareprojekten ohne ausreichende technologische Unsicherheit
  • Produktoptimierungen ohne echten Forschungscharakter
  • Vorhaben, bei denen die Anwendung bereits bekannter Methoden und Lösungsansätze im Vordergrund steht

Projektstrukturierung als Förderhebel – ein unterschätzter Mehrwert von IFECTIS

Die Art, wie ein Vorhaben strukturiert ist, hat erheblichen Einfluss auf die Förderfähigkeit. IFECTIS unterstützt dabei, kleinteilige oder zu komplexe Projekte zu analysieren und förderfähige Teilprojekte klar abzugrenzen oder mehrere Vorhaben sinnvoll zu bündeln. Diese Strukturierungsarbeit erfordert tiefgreifende Erfahrung mit der Förderlogik und kann den Unterschied zwischen Ablehnung und Bewilligung ausmachen.

Strategische Vorprüfung statt aufwendiger Antragstellung

  • Risiken frühzeitig erkennen und unrealistische Erwartungen vermeiden
  • Passende Förderinstrumente auswählen
  • Projektdarstellungen förderrechtlich korrekt aufbauen
  • Gemischte Vorhaben in förderfähige Strukturen überführen

Förderfähigkeit professionell prüfen lassen

IFECTIS unterstützt Unternehmen dabei, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben realistisch einzuordnen.

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FAQ

Was gilt als förderfähige Forschung nach FZulG?

Das FZulG kennt drei Kategorien: Grundlagenforschung, industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung (§ 2 FZulG). Entscheidend sind technologische Unsicherheit, systematisches Vorgehen und klare Abgrenzung von Routineentwicklung. Eine professionelle Vorabprüfung ist empfehlenswert, da die Grenzen im Einzelfall komplex sein können.

Sind Softwareprojekte förderfähig?

Ja, wenn technologische Unsicherheit und Forschungscharakter nachweisbar sind. Reine Anwendungsentwicklung auf Basis bekannter Methoden ist hingegen typischerweise nicht förderfähig. Die Abgrenzung ist oft komplex – eine strukturierte Vorprüfung schafft Klarheit und verhindert, Ressourcen in aussichtslose Anträge zu investieren.

Was wird häufig abgelehnt?

Routineentwicklungen, Standardanpassungen und Vorhaben ohne nachweisbare technologische Unsicherheit erfüllen häufig nicht die Voraussetzungen. Auch unzureichende Dokumentation und fehlende Abgrenzung zum Tagesgeschäft sind häufige Ablehnungsgründe – viele davon lassen sich durch strukturierte Vorbereitung vermeiden.

Kann ein nur teilweise förderfähiges Vorhaben gefördert werden?

Ja – durch gezielte Projektstrukturierung. Förderfähige Anteile können klar abgegrenzt und gesondert beantragt werden. IFECTIS unterstützt bei dieser Analyse und hilft dabei, das maximal realisierbare Förderpotenzial zu identifizieren.