Warum "die" Förderquote nicht existiert

Eine pauschale Förderquote gibt es nicht -- sie hängt von mehreren unabhängigen Faktoren ab: der Forschungsart (Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung), der Unternehmensgröße und davon, ob ein Einzel- oder Verbundprojekt vorliegt. Regelwerke wie die AGVO (Art. 25) legen z. B. Basissätze und Boni fest, die je Programm in unterschiedlicher Kombination zur Anwendung kommen -- daneben bestehen weitere programmspezifische Vorschriften. Die genauen Sätze für ZIM, Forschungszulage und KMU-innovativ finden Sie auf den jeweiligen Programmseiten.

 

Kalkulatorische vs. reale Förderquote

Ein in der Praxis unterschätzter Punkt: Der nominale Fördersatz (z. B. "bis zu 70 %") bezieht sich nur auf die als zuwendungsfähig anerkannten Kosten -- nicht auf das gesamte Projektbudget. Gemeinkosten, nicht anrechenbare Kostenarten oder Budgetobergrenzen je Programm führen dazu, dass die reale Förderquote eines Projekts oft deutlich unter dem nominalen Höchstsatz liegt. Diese Unterscheidung zwischen kalkulatorischer und realer Förderquote ist einer der häufigsten Stolpersteine bei der Projektplanung.

Was eine seriöse Förderquoten-Einschätzung braucht

  • Klare Zuordnung der Projektaktivitäten zu den AGVO-Forschungsarten -- industrielle Forschung (iF) vs. experimentelle Entwicklung (eE) -- nicht zu optimistisch einstufen!
  • Vollständige Kostenstruktur (Personal, Gemeinkosten, Material, Investitionen, Unteraufträge, marktnahe Aktivitäten)
  • Berücksichtigung programmspezifischer Budget- und Kostenobergrenzen
  • Klarheit über förderfähige Kostenarten je Programm
  • Berücksichtigung von Overhead-/Gemeinkostensätzen und wie sie angerechnet werden

Wie IFECTIS die Förderquote für Ihr Vorhaben ermittelt

Statt einer pauschalen Online-Berechnung führt IFECTIS eine projektspezifische Budgetkalkulation durch, die die tatsächliche, realistische Förderquote inklusive aller Kostenarten abbildet -- Grundlage für eine fundierte Investitionsentscheidung statt einer optimistischen Wunschzahl.

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FAQ

Warum unterscheidet sich die tatsächliche Förderung oft vom angegebenen Höchstsatz eines Förderprogramms?

Weil sich der angegebene Höchstsatz nur auf die zuwendungsfähigen Kosten eines Programms bezieht, nicht auf das gesamte Projektbudget -- und weil programmspezifische Boni, etwa für kleine Unternehmen oder Verbundprojekte, nicht automatisch gewährt werden. Man spricht hier von der kalkulatorischen im Unterschied zur real erzielten Förderquote.

Was ist der Unterschied zwischen kalkulatorischer und realer Förderquote?

Die kalkulatorische Förderquote ist der nominale Höchstsatz laut Förderrichtlinie, etwa 70 Prozent bei industrieller Forschung. Die real erzielte Förderquote liegt oft deutlich darunter, da Gemeinkosten, nicht anrechenbare Kostenarten und Budgetobergrenzen die tatsächlich förderfähige Summe reduzieren.

Welche Faktoren bestimmen die Förderquote eines Projekts?

Die Förderquote eines Projekts hängt von der Forschungsart (Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung), der Unternehmensgröße und davon ab, ob ein Einzel- oder Verbundprojekt vorliegt. Regelwerke wie die AGVO (Art. 25) legen dafür Basissätze und Boni fest.

Kann ich die Förderquote für mein Projekt online berechnen?

Nein, IFECTIS bietet bewusst keinen automatisierten Online-Rechner an, da sich eine seriöse Förderquote nur projektspezifisch anhand der vollständigen Kostenstruktur ermitteln lässt. IFECTIS führt dazu eine individuelle Budgetkalkulation für das jeweilige Vorhaben durch.